Philosophie

 

       

Nicht nur das T`ai Chi Chuan sondern die gesamte chinesische Kultur sind von den Grundlagen der taoistischen Weltsicht geprägt. Diese beruht vor allem auf der Beobachtung der Natur. Es muss hierbei deutlich zwischen der taoistischen Religion, einer Mixtur aus Taoismus und Vielgötterei frühchinesischer Prägung, und der taoistischen Philosophie unterschieden werden.

Ausgangspunkt der taoistischen Betrachtungen ist das Tao, der nicht benenn- und bestimmbare Urgrund des Seins aus welchem alles hervorgeht. Das Tao bringt das Chi hervor, die universelle Schöpfungsenergie, welche sich in den Kräften/Polen Yin und Yang manifestiert und in ihrem Wechselspiel alles erschafft.

Dieser Vorgang wird im Taoismus symbolisch dargestellt: aus dem Tao geht die Eins (Chi) hervor, aus der Eins die Zwei (Yin und Yang)... Yin und Yang werden als Linien dargestellt:

 

yin

yang

 

Symbolisch werden für den Himmel, die Erde und den Menschen drei Linien zusammengefasst, woraus sich ein Trigramm ergibt. Durch die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten von Yin und Yang ergeben sich acht Trigramme:

 

 

Diese werden im Bagua angordnet, für welche es zwei Ordnungsmöglichkeiten gibt:

 

 

 

       

Für das I Ging werden die acht Trigramme miteinander kombiniert und so zu 64 Hexagrammen, die den Weg der Wandlungen aufzeigen. Hierin besteht für die Chinesen ein altes Orakelsystem.

Das Ursymbol für das Wechselspiel von Yin und Yang im Tao ist weltberühmt. Es zeigt an, dass Yin und Yang sich ergänzen, auseinander hervorgehen und nicht ohne einander existieren können:

         

Im T`ai Chi Chuan ist dieses Wechselspiel grundlegend. Die Bewegungen fließen zwischen den Polen [Yin = leeres Bein, Yang = volles Bein] hin und her und beziehen eben hieraus ihre innere Kraft. Dieses Hin und Her steigert den Fluss des Chi und damit der Urenergie, welche Yin und Yang hervorbringt.

Seite noch im Aufbau, Rest folgt...