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Meditation
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Das T`ai Chi Chuan ist, so heißt es, ursprünglich von Mönchen entwickelt worden. Es ist eine philosophische Disziplin zur Selbst- und Welterkundung. Im Mittelpunkt steht bei klösterlichen Übungswegen immer die Reifung der Persönlichkeit. Dieses geschieht vor allem durch die meditativen, selbstreflektierenden Anteile des Übens. Dabei ist T`ai Chi Chuan eine umfassende und dementsprechend komplexe Form der Meditation. Es verbindet die physische Dimension [Haltung, Atmung und Bewegung] mit der emotionalen Dimension [Wahrnehmung/Empfindung und Sensibilität], mit der geistig/mentalen Dimension [Vorstellungen, Konzepte und Absichten] und mit der spirituellen Dimension [Energie und kosmische Prinzipien]. Für alle Dimensionen gilt dabei der gleiche Weg: Entspannung, Weichheit, Sanftheit und Offenheit. Hierüber verbinden sich die verschiedenen Dimensionen und kommen in Einklang miteinander. Wir erfahren, dass sie sich gegenseitig beeinflussen und den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgen. |
Auf diese Weise können wir erkennen, welche unserer physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Strukturen vorhanden sind, wie sie sich auswirken und in wie weit sie mit den kosmischen Prinzipien harmonieren. Dabei wirkt das T`ai Chi Chuan auf sehr subtile Art und Weise, jedoch dauerhaft und integrierend. Die Erkenntnisse sind nicht einfach gedankliche Ideen, wir bekommen sie nicht nur in besonderen räumlichen/weltentrücktend Situationen, sondern erfahren und erleben sie physisch, emotional, mental und spirituell. Das T`ai Chi Chuan löst sanfte Entwicklungsprozesse aus, die unsere innere, natürliche Struktur fördern, die Blockaden und Defizite in unserer Entwicklung teils bewusst, teils unbewusst beheben. Langsam und oftmals erst im Nachhinein spürbar wandelt sich unsere Sicht auf uns Selbst und unsere Umwelt. Hierbei eröffnet das T`ai Chi Chuan für uns neue Handlungsmöglichkeiten und Alternativen, mit uns selbst, unseren Mitmenschen und unserem Leben umzugehen.
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Im Gegensatz zu manch anderen Meditationssystemen geht das T`ai Chi Chuan dabei nicht von religiösen, politischen, sozialen oder institutionellen Systemen aus, sondern von der reinen Betrachtung der Natur und ihrer Gesetze. In diesem Sinne ist das T`ai Chi Chuan eine ökologische, universelle Form der Meditation, bei welcher jede(r) Praktizierende seinen individuellen Weg beschreiten und eigene Akzente und Schwerpunkte setzen kann. | ||